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3 Juli 1997-16 Agosto 1997 heißt.
GIRAFFA!
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3. Juli 1997 heißt Giraffa!
Das Pferderennen von Gestern beschließt die Geschichte des Juli Palio.
Die Stadt gehört jetzt der Sieger Contrada und dieses mal "per forza e per
amore" (mit Zwang und mit Liebe) ist es die Giraffa. Die Feste in der Contrada werden
sich über den ganzen Sommer hinziehen und werden im September mit dem Festmahl des Sieges
beendet. Die Erfüllung eines Traumes der Contrada Giraffa begann am Morgen der
"tratta" (Zuteilung der Pferde) am 29 Juni. Das Pferd der Contrada Giraffa hieß
Lobi's Andrea (Penna Bianca). In den darauffolgenden Tagen gab es die Möglichkeit die
Rennbahn "tufo" (Erde) zu erproben. Die Entscheidung für den Jockey Giuseppe
Pes "Il Pesse" entsprach den Fähigkeiten des Pferdes. Am Abend des 1. Julis
vereinten sich di Mitglieder der Contraden, nach der "Prova Generale" (letztes
Proberennen) zum traditionellen Abendessen. Der Vorsitz und der Jockey hielten eine
Ansprache voll von Hoffnung und Glück für den folgenden Tag. Am Morgen des Paliotages
fand eine Messe zur Segnung jedes einzelnen Jockeys statt vor der Kapelle in der Piazza
del Campo, anschließend die "Provaccia" (aller letztes Proberennen). Am frühen
Nachmittag wurde die Segnung des Pferdes vorgenommen. Diese Zeremonie ist ausgesprochen
wichtig, ein Zeichen dafür wie sehr die Senesen das Pferd verehren, der wichtigste,
unbestechlichste Repräsentant der Contrada während der Paliotage. Der klang der
"Campanone" (Glocke des Rathausturmes) rief die 17 Contraden zum Beginn des
historischen Umzuges auf. Man zog durch die Straßen der Stadt und zum Schluß in di
Piazza. Anschließend fand das Rennen statt. Pünktlich um 19:30 traten die zehn Pferde
aus dem "Cortile della Podestà" (Innenhof des Rathauses). Am "canape"
(Startseile) öffnete man den versiegelten Umschlag mit den Startpositionen. Der
"Mossiere" (Starter) gab den Start. Für etwas länger als eine Minute,
atemberaubend, schlugen die Herzen der 10 Contraden wie wild für diesen Traum vom Sieg.
Dieser Traum wurde wahrhaftig für Giraffa. Sie stürmten aus allen Winkeln der Piazza zum
"Palco dei Giudici" (gleich beim Start) um das "cencio" (ein von einem
bekannten Maler geschaffenes Seidentuch, Symbol des Sieges) in Besitz zu nehmen. Eine
Explosion von Emotionen, Freude, Träume und Geschrei.
Nach der Besitzergreifung des "cencio" von den "contradaioli"
(Mitglieder der Contrada) brachten sie es der Tradition entsprechend zur Kirche Provenzano
um der Madonna, welcher das Juli Palio gewidmet ist, zu danken. Erst nach dem Te Deum ging
es im Siegestaumel durch die Stadt. Noch bis tief in die Nacht hörte man den Schlag der
Trommeln und den Gesang. Eine Art von Seligkeit, ein Gefühl das man nur in Siena erleben
kann - nach einem Palio Sieg.
Zuteilung der Pferde
Contrada |
Fahne |
Pferd |
Jockey |
Nicchio |
|
Vittorio |
Salvatore
Ladu |
Drago |
|
Careca |
Luigi
Bruschelli |
Onda |
|
Lydia |
Stefano
Lobina |
Lupa |
|
Rivù |
Federico
Corbini |
Tartuca |
|
Votta Votta |
Dario
Colagè |
Civetta |
Quarnero |
Massimo
Coghe |
|
Giraffa |
|
Penna Bianca |
Giuseppe
Pes |
Istrice |
|
Re Artù |
Boris
Pinna |
Chiocciola |
|
La Fanfara |
Mario
Canu |
Bruco |
|
Arianna |
Manolo Deiana |